Das große Weihnachtsgeschenk

25. Dezember 2009 - 11:26 Uhr

Irgendwie war dieser Advent im Wesentlichen von Arbeit geprägt und nur in bescheidenem Maße mit besinnlichen Momenten bestückt. Die letzten Vorbereitungen für Weihnachten fielen noch auf den Morgen des heiligen Abends.

Aber am Ende ist es jetzt doch so weit, dass ich das größte Geschenk genießen kann, und mich ohne viel zu engem Terminplan mit Menschen treffen kann, die mir viel bedeuten. Die Aussichten stehen gut, dass es schöne und ruhige Festtage werden.

Dies möchte ich auch Euch allen wünschen, dass Ihr Weihnachten genießen könnt, wie auch immer Ihr es gestalten wollt.

Frohe Weihnachten!

Schlafes Hüter

23. Dezember 2009 - 19:48 Uhr

Hab so viel Dunkel schon gesehn,
dass mich die Nacht nicht mehr erschreckt.
Schwarz scheint mir in hundert Farben,
wenn Bruder Mond sich sanft bedeckt.

Willst du dich mir anvertrauen,
wenn Morpheus Arm dich sanft umfängt?
Ich will in der Stille wachen
mit Liedern, die dein Atem schenkt.

Wie soll ich dir zu Diensten sein,
wenn niemals wirklich Ruhe ist
und in nächtlich hellen Städten
der Mensch den Sinn der Nacht vergisst?

Dem Schlaf ist seine Zeit geraubt
und so dem Hüter seine Pflicht.
Und durch des Tages Mühlentrott
dringt leise nur: vergiss mich nicht.

Die kleinen Freuden und Leiden mit den Kommunikationsdingelchen

23. November 2009 - 22:51 Uhr

Das Dingelchen und ich sind ja freiwillig Freunde geworden. Auch der Versionssprung von Windows XP ins siebte Fensterchen war von langer Hand geplant. Das mag jeder verstehen, der sich mit einer dreijährigen Mikroweich-Installation herumplagen muss – zwei Tassen Kaffee passen da locker in die Pause beim Hochfahren.

Das etwas kapriziös zickige Festnetztelefon war eigentlich nicht zum Austausch geplant. Ab und zu naiv blöd die Basis suchen, wenn man eigentlich telefonieren will geht ja noch, obwohl das intensive Fehlergeräusch das Trommelfell schon stark belastet hatte. Aber unschuldig entgangene Anrufe per Blinkzeichen anzuzeigen ohne vorher zu läuten und am Ende mitten im Gespräch eingeschnappt die Verbindung zu trennen geht gar nicht. Kick it like Beckham.

Allein der Gedanke, noch mal alle Telefonnummern über ein Mäuseklavier in ein neues Telefon zu schnitzen trieb mir kalte Schauer über den Rücken. Die Wahl musste also sein: “Lass dich synchen, Babe, sonst wird das nix mit uns.” Bei Elektrogeräten darf man schon mal den Macho raushängen lassen ;-).

Neues Festnetzdingelchen mag sich gerne mit dem PC synchron halten. Dingelchen sowieso. Und zu meiner freudigen Überraschung hat der Hoster dieser kleinen Domain gerade seine Synchronisierungssoftware für den E-Mail-Webzugang nun auch mal auf einen Stand gebracht, der über Steinzeitsoftware hinausgeht.

Innerhalb eineinhalb Wochen ist aus dem fies verteilten Kontaktchaos eine fast schon unheimlich synchrone Welt der Kontakte und Termine entstanden, so wie es eigentlich auch sein soll. Das Zauberwort für die Verzögerung ist “proprietäre Lösungen”.

Trotzdem, ich freu mir gerade eine Ordnungsfetischistenästlein, das nur anno Domini 2005 bei der vollständigen, akribisch metainformationsübertragenden Migration des CD-Schrankes auf den iPod getoppt wird.

Ich weiß, das ist strange ;-).

Extrem ansteckend

7. November 2009 - 13:39 Uhr

Während alle Welt über die Schweinegrippe in Hysterie fällt, breitet sich eine andere Pandemie ungehindert weiter aus. Lange Zeit dachte ich, ich sei immun, doch die neueste Mutation hat mich nun doch erwischt. Geradezu skandalös ist, dass die Verbreitung auch noch gefördert wird. Da liegt es sehr nahe, dass handfeste finanzielle Interessen dahinter stecken.

Erste Symptome sind eine deutliche Schmälerung des Geldbeutels gefolgt von einer audiovisuell und taktilen Dauerreizung.

Be aware!

Kosmischer Rhythmus

5. November 2009 - 19:15 Uhr

Wenn man seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, in den verschiedenen Winkeln des Internet-Kosmoses neue Sternchen hinzuzufügen oder älteren neuen Glanz zu geben, hat man häufig das Vergnügen netten und interessanten Menschen zu begegnen. So wie kürzlich der Künstlerin und Sprachdozentin Heike Laborenz, deren Webseite ich gestalten durfte.

Kosmischer Rhythmus

Es ist faszinierend, dass zum Beispiel die Maya-Kultur Zyklen und Rhythmen kannten, die weit über den tages- oder jahreszeitlichen Wechsel hinaus gehen – so erstreckt sich die lange Zählung auf 5125,36 mittlere Sonnenjahre. Und dass sich Sprachen durchaus leichter lernen lassen, wenn man dem eigenen Lernrhythmus folgen darf. Bedauerlich, dass wir in unserer Industriegesellschaft natürliche Rhythmen ohne Not zu oft gegen schnöden Arbeitstakt getauscht haben.

Ich wünsche viel Vergnügen beim stöbern und entdecken.

Apportiertes Fotoblogstöckchen

31. Oktober 2009 - 16:24 Uhr

Wenn man schon im Leben 1.0 von so mancher Seite angeknufft wird, wann es hier mal wieder etwas zum lesen oder anschauen gibt, dann wird es wohl doch mal wieder Zeit. Praktischerweise lag drüben bei Frau Creezy gerade ein Stöckchen herum, dass einen ausgesprochenen Charme versprüht.

Dinge in meinem Haushalt zu fotografieren, die mich an meine Kindheit erinnern, ist eigentlich eine Übung, die leichter scheint als sie ist. Weniger, weil ich mich an meine Kindheit nicht erinnere oder erinnern möchte, sondern dem Umstand geschuldet, dass ich wohl kein allzu großes Bestreben verspüre, Dinge mit Erinnerungen zu verknüpfen und so an mein Leben zu binden und auf Ewigkeit in meinem Besitz zu halten.

Aber es gibt sie dann eben doch, diese Kleinigkeiten, die ihre Bedeutung mitbringen. Fangen wir in der Zeit an, in der Klein-Quintus überwiegend mit der Aufnahme von Nahrung und brabbelnden Lautäußerungen beschäftigt war.

zwerg

Dieser kleine Wichtel war eines meiner ersten Spielzeuge und hat die Zeit durchaus gut überstanden. Neben seiner Hauptaufgabe, unter Druckeinwirkung zu quietschen und die Aufmerksamkeit des aufgeweckten Kindes zu testen, muss er wohl auch bei der Bezahnung des kindlichen Plappermäulchens seinen Dienst getan haben, was zu einigen Abnutzungserscheinungen geführt hat. Ich möchte an dieser Stelle nicht daran erinnert werden, dass die Richtlinien zur Unbedenklichkeit von Kinderspielzeug wohl erst später in Angriff genommen wurden.

rastafari

Diese vier kleine Herren entspringen augenfällig den frühen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts und wurden bei der Gründung des eigenen Hausstandes aus dem elterlichen Küchenschrank entführt. Man sollte nicht auf den Gedanken kommen, dass es sich hier um frühe Rastafari handelt. Die Kleinen dienten meinem Bruder und mir mehr der Bespaßung des Frühstückseigenusses.

eieiei

Natürlich gab es da Farbvorlieben, wer denn nun welchen Becher bevorzugt hat. Es darf geraten werden :-). Ich würde natürlich den Spaß verderben, hätte ich an dieser Stelle meinen Favoriten beim Fotoshooting bevorzugt *hint*.

Einige Dinge, die mich an schöne Besuche bei meiner Oma (respektive Tante und Onkel, die den gleichen Haushalt teilten) erinnern, haben erst letztes Jahr nach dem Tod meines Onkels zu mir gefunden. Mit dem Wohnzimmerschrank meiner Oma haben noch einige andere Dinge Platz in meiner Wohnung gefunden.
Fangen wir in der Abteilung “nur anschauen, nicht anfassen” an.

service

Dieses hübsche japanische Teegeschirr erhielt einst in den fünfziger Jahren meine Tante als Geschenk ihrer Meisterin. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich dies oft bestaunt hatte. Dass es sich hier wirklich nicht um kinderhändekompatible Gegenstände handelt, wird erst im Gegenlicht deutlich, das die Zartheit des Porzellans viel besser erahnen lässt.

tasse_gegenlicht

Lange Zeit thronte auf dem Schrank eine Uhr, die einen Vorteil und einen Nachteil hatte.

uhr

Der Nachteil war, dass sie schon früh aufhörte, ihren eigentlichen Dienst zu tun. Der Vorteil war, dass sie schon früh aufhörte, ihren eigentlichen Dienst zu tun und uns Kindern zur neugierigen Erkundung diente. Es ist erstaunlich, wie hektisch ein Westminsterschlag werden kann, wenn durch Kinderhände jede Hemmung ausgebaut wird. Weniger erstaunlich ist hingegen, dass jede Hoffnung auf Reparatur somit gegen Null geht. Darum wird das Gehäuse schon seit vielen Jahren von einem schnöden Quarzwerk bewohnt.

kelche

Diese Kelche wurden des öfteren gerade von den Tanten zum Genuss der ein oder anderen Bowle benutzt. Da hat Klein-Quintus das ein oder andere Früchtchen heimlich genascht. Pst! Nicht weiter sagen! War doch nur Obst.

Sie sind einfach zum knuddeln!

14. September 2009 - 21:51 Uhr

Tja, was soll ich sagen? Selten habe ich so gut geschlafen wie letzte Nacht. Und dieses heimelige Gefühl tiefster Geborgenheit, dass unsere liebe Bundesregierung sich schon so lange um uns sorgt und es auf jeden Fall noch viel, viel besser wird, begleitete mich durch den Tag. Egal ob nun “Tigerente”-Koalition (vielen Dank auch Frau Illner, ich habe es immer schon geahnt, dass an Ihnen eine Grundschulpädagogin verloren gegangen ist) oder – ähm – wie auch immer die SPD eine Mehrheit konstruieren will.

Politik in Pastelltönen, davon können sich andere Länder eine Scheibe abschneiden. Das mit den Moderatoren üben wir aber noch ein wenig. Darf man denn dazwischen plappern, wenn die Großen reden? Ich hoffe, die Vier mussten zur Strafe ohne Betthupferl ins Bett.

Ich halte jede Kritik für unangemessen. Ist doch soooo schön hier. Darauf ein kleines Liedchen.

[Warnhinweis: Dieser Blogeintrag enthält Ironie in hohen Dosen und könnte bei Unterstellung von Ernsthaftigkeit Brechreiz auslösen]